Ferrari, Ferrari, Ferrari! Trends kommen und gehen, doch Ferrari bleibt zeitlos und belegt erneut den Spitzenplatz bei den Monterey-Auktionen. Mit acht der zehn Höchstverkäufe bleibt die Marke weiterhin begehrt – trotz sich wandelnder Geschmäcker.
Mit einem Gesamtergebnis von 432,8 Mio. USD über vier Tage und fünf Auktionshäuser war 2025 die zweitgrößte Monterey-Auktion aller Zeiten, nur übertroffen von den 471,2 Mio. USD im Jahr 2022. Allerdings ist zu beachten: Der Spitzenverkauf war der Ferrari Daytona SP3 für 26 Mio. USD, dessen Erlös für wohltätige Zwecke bestimmt war. Ohne dieses Los läge die Gesamtsumme bei 397,2 Mio. USD – ein Plus von lediglich 4% gegenüber 2024.
Wie bereits in den letzten Jahren setzten moderne Supersportwagen neue Rekorde, während Bieter bei klassischen Ferraris – den „Pablo Picassos“ der Sammlerwelt – zurückhaltender blieben. Nachdem die Verkaufsrate klassischer Ferraris 2024 auf 51% gesunken war (von durchschnittlich 84% zwischen 2021 und 2023), erholte sie sich 2025 auf 65%. Dennoch gilt das gesteigerte Interesse zunehmend den moderneren Modellen.
Insgesamt bewegt sich der Markt derzeit auf Einzelfahrzeug-Ebene und nicht mehr im kollektiven Überschwang wie während des Pandemie-Booms. Käufer kämpfen um die Fahrzeuge, die sie wirklich wollen, und lassen andere links liegen. So erzielte ein 2000 Lamborghini Diablo GT – von dem nur 80 gebaut wurden – mit 1,435 Mio. USD einen Rekordpreis. Ebenso brachen ein 2005 Maserati MC12 (5,202 Mio. USD) und ein 2010 Ferrari 599XX Evo (3,305 Mio. USD) ihre jeweiligen Modellrekorde.
Im Gegensatz dazu schwächelten gängige Klassiker wie der Mercedes-Benz 190SL: Fünf Exemplare wurden durchschnittlich 21 % unter der unteren Schätzung verkauft.
Restaurierungsprojekte verloren ebenfalls an Reiz: Ein unrestaurierter 1934 Bugatti Type 57 Ventoux mit Originalkarosserie und -motor brachte nur 224.000 USD – 53% weniger als beim letzten Verkauf vor 16 Monaten. Auch ein frisch entdeckter 1972 Ferrari Dino 246 GT lag 26% unter seinem Marktwert in Zustand 4.
Trotzdem stieg die Vielfalt im Millionensegment: Ein 1974 Ferrari Dino 246 GTS, ein 1980 BMW M1 Procar und ein 1973 Porsche 911 Carrera RS 2.7 Touring überschritten die 1-Millionen-Marke. Ein 1996 Nissan Skyline GT-R Nismo 400R verfehlte sie nur knapp um 5.000 USD. Diese gesellen sich zu den üblichen Duesenbergs, 300SLs, Cobras – und natürlich zahlreichen Ferraris.
Die Top-10-Verkäufe umspannten dieses Jahr mehr Jahrzehnte als je zuvor in den letzten 10 Jahren bei Monterey – jedoch mit der geringsten Markenvielfalt. Grund dafür: Ferrari dominierte die Spitze komplett. Selbst wenn man den Daytona SP3 (Charity-Los) herausrechnet, würde ein Maserati MC12 – basierend auf dem Ferrari Enzo – Platz zehn einnehmen.
Mit dem Abschluss der Monterey-Auktionen und keiner größeren Auktion vor Januar bleibt dem Markt nun Zeit, die Ergebnisse zu verarbeiten. Vielfalt ist zwar in die Millionenregion vorgedrungen, doch Rekorde und Schlagzeilen gehören nach wie vor Ferrari.
Nachfolgend sind die Ergebnisse aufgeführt, die classic-analytics während der Live-Auktionen sowie durch nachträgliche Verkäufe, die von den Auktionshäusern gemeldet wurden, beobachtet hat. Die Beträge beinhalten die jeweiligen Käuferaufschläge.
Gesamtübersicht (alle Auktionshäuser):
Ergebnisse 2024:
Top 10 Verkäufe aller Auktionen:
Top 10 Verkäufe:
Ergebnisse 2024:
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